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Erstes Mönchengladbacher Adipositas-Fachsymposium 13. November 2009

Nachbericht

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Im Dialog mit Ärzten, Patienten und Angehörigen vermittelte das Symposium einen Überblick über die fachlichen Facetten der mobiden Adipositas sowie über die modernen interdisziplinären Therapieansätze.

Die Referenten zeigten auf, dass in der Region Mönchengladbach ein neuartiges Kompetenzzentrum auf diesem Gebiet entstanden ist, welches auch überregional ausgerichtet tätig ist. Die sozioökonomischen Umstände in den westlichen Industrienationen sowie die grundsätzliche Ernährungssituation haben sich in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts drastisch gewandelt.

Infolgedessen haben sich die Prävalenzraten des krankhaften Übergewichts (morbide Adipositas) rasant gesteigert. Derzeit sind bereits rund 20% der deutschen Erwachsenen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von über 30Kg/m2 adipös. Bereits bei diesem Body-Mass-Index besteht ein signifikant erhöhtes Risiko für Begleit- und Folgeerkrankungen, die nicht nur zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität, sondern letztlich auch zu einer Verkürzung der Lebenserwartung führen können.

Dieser Trend ist insbesondere in den letzten Jahren auch bei Kindern und Jugendlichen erkennbar. Neben diesen patientenorientierten Faktoren der Adipositas hat dieses Krankheitsbild auch einen erheblichen Einfluss im gesundheitsökonomischen Bereich.

Neben den verfügbaren konventionellen Therapiekonzepten, wie psychologische Beratung, Ernährungstherapien und Diätmaßnahmen hat im Laufe der letzten Jahre auch die chirurgische Therapie der morbiden Adipositas deutlich an Bedeutung zugenommen.

Wesentlicher Bestandteil der Therapie der Adipositas sollte jedoch nicht allein in einer chirurgischen Therapie, sondern in einer interdisziplinären Aufarbeitung der Adipositas als übergreifendes Krankheitsbild liegen. Insbesondere ist ein substantielles Nachsorgeprogramm zwingend erforderlich.